Villa Manin, Codroipo: Igor Grubić über den neuen Biolab-Standort

In: Ereignisse und Nachrichten | Datum: 1. Februar 2018

Auch Biolab hat seine Teilnahme an der Ausstellung ANIMA(L)RAVE zugesagt. Diese wird von RAVE East Village Artist Residency in Zusammenarbeit mit ERPaC, der Regionalbehörde für Kulturgüter in Friaul-Julisch Venetien organisiert.

Kuratiert von Daniele Capra sowie Isabella und Tiziana Pers findet die Ausstellung nach der Eröffnung am 3. Februar in der Barchessa di Levante der Villa Manin in Codroipo von 4. bis 11. März 2018 statt.

Das Projekt mit dem Namen ANIMA(L)RAVE macht die Geschichte und den Charakter des RAVE East Village Artist Residency durch verschiedene, von internationalen KünstlerInnen in sieben Jahren geschaffene Werke erlebbar. Diese Arbeiten, die die KünstlerInnen während ihres Aufenthalts in Friaul-Julisch Venetien geschaffen haben, werden hier zum ersten Mal gezeigt. Eine Arbeit betrifft Biolab im Besonderen und zeigt die Bedeutsamkeit unserer Standortwahl: Do Animals dream about freedom? von Igor Grubić.

Der kroatische Künstler hat ein komplexes, multidisziplinäres Projekt (Video, Fotographie und Aktionen in den größten Städten der Region) erschaffen, dessen Ausgangspunkt im ehemaligen Schlachthof vor und während dem Umbau im Frühjahr 2017 lag. Früher – sagen die Kuratoren – war die Abwesenheit spürbar, ein Raum im Schwebezustand, der an das erinnerte, was er einmal verkörperte: die Ausbeutung von Tieren. „Mit Biolab wurde es ein Lebensraum mit Zukunft“, erklärt Massimo Santinelli, Geschäftsführer des Unternehmens, das sich die Aufwertung der bestehenden Görzer Kulturlandschaft auf die Fahnen geheftet hat. Und das gilt natürlich besonders in diesem Fall, wenn der vegetarisch-vegane Geist Einzug in einen Schlachthof hält.

Do Animals dream about freedom? Diese Frage wird mit den BesucherInnen der Villa Manin mittels Videosequenzen erörtert. Diese sind Teil eines Interviews, bei dem Ivan Tavazzi, ehemaliger Schlachthofmitarbeiter und jetzt Aktivist für Tierrechte mit der Psychotherapeutin Erica Costantini spricht.

In den größten Städten Friaul-Julisch Venetien hingegen erfolgt der „Dialog“ mit den Passanten über zahlreiche Plakate, die in Zusammenarbeit mit dem Quartiere Intelligente erarbeitet wurden. Als Grundkonzept wurde die Kommunikation durch unbeantwortete Fragen gewählt. Wie werden die Antworten wohl lauten?